Day 10 – Lodi to Mountain House

Was gibt es besseres, als vom Geruch des Frühstücks aufzuwachen. Um 7:30 Uhr bereitete Dennis schon aus frischgepflückten Orangen gepressten Orangensaft und French-Toast vor. Beim Frühstücken bot Dennis mir sogar an, wenn ich noch 3 Tage länger bei Ihm bleiben würde, könnte er eventuell mit mir zum Lake Tahoe oder Yosemite Nationalpark fahren. Leider war meine Planung der nächsten Tage anderweitig ausgelegt.

Deshalb sattelte ich mein Rad und es ging südwestlich nach Mountain House zu Kapil. Lockere 45 Meilen mit 150 Feet standen heute auf dem Plan.

Meine Route zog sich auch durch die City Stockton, wo ich gestern mit Dennis schon in einer Bar war. Dort warnte er mich bereits vor, dass Stockten mit eine der gefährlichsten Städte Kaliforniens ist, jedoch eher bei Nacht die Straftaten stattfinden.

Weiter fuhr ich wieder durch die schönen Weinfelder. Von der Ferne konnte ich schon den Mount Diablo erblicken, den ich morgen überqueren werde.

Gegen 13:30 Uhr trudelte ich bei Kapil’s Haus ein. Er hatte gerade Besuch von seinem Freund Djay. Nach kurzen Austauschgesprächen waren beide sehr beeindruckt von meinem Vorhaben. Geduscht bezog ich mein eigenes Zimmer und Kalip und TJ waren am musizieren.

Gegen Abend kochte Kalip ein Gericht aus seiner Heimat Indien. Es gab sehr leckeren Reis mit Mais, Bohnen, Zwiebeln, Soyabällchen und den speziellen indischen Gewürzen. Neben dem Kochen guckten wir Netflix via Beamer und facetimeten mit seiner Familie in Indien.

Gute Nacht

Levin

Day 9 – Sacramento to Lodi

Nach einem gestrigem Off-Day machte ich am nächsten Morgen gemeinsam mit Rob das Frühstück für uns. Bei mir gab es Pancakes und Rob entschied sich für 2 Toasts mit Avocado. Beim Essen zeigte Rob mir noch in der Karte interessante Orte an der Westküste, die ich unbedingt besuchen muss. Dann klopfte es auch schon an der Tür und ein alter Arbeitskollege von Rob holte ihn ab. Für mich hieß es aufräumen und Sachen packen. Als Kate dann aus dem Whirlpool kam, verabschiedete ich mich auch von ihr und fuhr los.

Vielen Dank an Kate & Rob für das Couchˋsurfen!

Next stop war Lodi – mal wieder eine Weinstadt, von der es südwestlich über San José an die Küste gehen soll. Am Stadtende von Sacramento, kurz vor Elk Grove traf ich Lee. Er war mit einem Specialized Strassenrad auf Tagestour unterwegs und begleitete mich mit sehr netten Gesprächen rund 10 Meilen bis nach Franklin. An dieser Stelle: Best regards to you and thanks for your comment, Lee! Nach rund 45 Meilen, nur 100 Feet und einem kleinen Einkaufsstop bei Target, erreichte ich Lodi. Diese Tour war aufgrund der Sonne und Hitze echt schweißtreibend geworden.

Für die Nacht hatte ich mich bei Dennis eingenistet. Sein Haus war riesig. Ich hatte einmal wieder mein eigenes Zimmer mit Bad. Auch den Außen-Pool draußen durfte ich als Abkühlung nutzen. Anschließend noch geduscht und dann unterhielten wir uns noch eine Weile. Da Dennis auf der Suche nach einem antiken Stuhl war, kombinierten wir das mit einer Stadtführung durch Lodi. Dort ging es also mit seinem dicken, großen und lauten RAM 2500 „Truck“ hin – was war das nur ein Erlebnis für mich…wie in einem Monstertruck! Keinen Stuhl gefunden, aber Lodi erkundet ging es auf Dennisˋs Empfehlung ins M Sushi Bistro. Es gab 2 super leckere und auch scharfe „spicy Tuna Handrolls“. Unglaublich, aber wahr, auch er lud mich für das Dinner ein! Ich weiß echt nicht was ich dazu sagen soll, aber alle sind hier einfach super nett zu mir.

Nach kurzen Talks mit Dennis’s Freunden fuhren wir nach hause und tauschten Auto und Klamotten. Wärmer angezogen ging es mit dem kleinen Auto, ein Jeep, nach Stockton zur Bar „Whirlows“. Wie Dennis mir schon zuvor gesagt hatte, findet dort heute Abend eine Jazz Session statt wo Patrick, der Bassist der Band, ein guter Freund von Dennis ist.

Um 21:00 Uhr endet der Abend mit vielen netten und interessanten Gesprächen verschiedener Bekannte von und mit Dennis. Dabei stellte sich sogar heraus, dass Dennis sowohl einen Tauchschein, als auch eine Privatpiloten Lizenz hat, wow! Dennis, du bist ein so wertvoller und liebevoller Mensch!

Gute Nacht

Levin

Day 8 – Sacramento

Von der Sonne um 7:00 Uhr geweckt, erledigte ich noch vor dem Aufstehen ein paar organisatorische Dinge. Zusammen mit Craig gab es dann Frühstück Toast mit Kokos-Peanut-Butter und Bananenscheiben oben drauf – lecker!


Gestärkt ging es mit dem Auto von West-Sac nach Mid-/Downtown der Hauptstadt Kaliforniens. Als Erstes war das California State Capitol dran. Nicht nur von außen, sondern auch von innen besichtigten wir das Regierungsgebäude – pompös und so wie in amerikanischen Filmen.

Anschließend fuhren wir zum Costco Market. Das ist ein Einkaufsladen der Superlative; dagegen ist der Großmarkt in Deutschland ein Lacher. Als Bespiel wird dort Fleisch in 25kg Paketen angeboten. Auf dem Rückweg gab es dann noch ein Pizzastück in der Größe einer deutschen Pizza für nicht mal 2$.

In seinem Apartment angekommen legten wir uns noch ‘ne halbe Stunde in den Whirlpool. Geduscht ging es um 14:00 Uhr weiter zu Rob und Kate.

Hier bekam ich sogar mein eigenes Zimmer mit Bad. Was für ein Luxus, einfach nur großartig, wow! Als später ein Freund an der Tür klopfte, ging gleich eine kleine Party los. Ein Nachbar nach dem anderen kam zu den netten Gesprächen mit Snacks und Bierchen – gefühlt wollen mich hier alle mit Alkohol trinken animieren. Ich fühlte mich jedenfalls sehr wohl und super nett aufgenommen. 

Gegen Abend stand Essen zubereiten auf dem Plan. Das machten natürlich wir Männer! Rob kümmerte sich um Pasta und die Soße, ich mich um den Salat. Beim leckeren Essen mit Wein entstanden wieder nette Konversationen.

By the Way – auch hier bot Rob mir die Nutzung des eigenen Jacuzzi an.

Vielen Dank an Craig für das Couchˋsurfen!

Gute Nacht

Day 7 – Napa to Sacramento

Vom Wecker wurde ich heute mal um 6:00 Uhr wach geklingelt. Nun hieß es aufstehen, duschen, Sachen packen und Abfahrt! Um kurz vor 7:00 Uhr ging ich zusammen mit Paulo aus dem Haus. Dort machten wir noch schnell ein paar Abschiedsbilder und dann trennten sich auch schon wieder unsere Wege.

Ziel für heute war Sacramento – nur 500 Feet – aber 75 Meilen. Mit Sonnenaufgang stand für mich erstmal ein nettes Frühstückchen an. Anschließend ging es durch die noch bergige Gegend von Fairfield. Geprägt von unüberhörbar und unübersehbaren Starts und Flügen der US Air Force fuhr ich Richtung Vacaville weiter.

Fortan ging es durch die riesigen Felder von Dixon und Davis. Dort stand auch meine Mittagspause an. Gestärkt ging es dann wieder weiter in Richtung Sacramento; begleitet von verschiedensten Tieren inmitten wunderschöner Natur. Und in weiter Ferne war auch schon die Skyline zu sehen.


Um 15:30 Uhr kam ich dann bei meinen Host Craig in East Sacramento an. Geiles Apartment, aber iwie scheint er der Natur sehr nahe zu stehen…hunderte von Pflanzen stehen hier in seiner Wohnung. Naja egal, kurz geduscht ging es dann auch direkt mit dem Auto nach Sac Downtown auf Erkundungstour. Craig zeigte mir viele interessante Ecken, bis wir schlussendlich noch in der Bar „ Sacyard“, wo wir auch einige seiner Freunde trafen, ein „Peanut Butter“ Bier tranken (natürlich nur er).

Auf dem Rückweg gab es bei „Tacoa Tacos Y Teauilla“ für mich einen Burrito mit Steak und für Craig verschiedene Tacos. Sehr leckeres Essen dort!

Zurück in seinem Apartment bot er mir an, den Jacuzzi zu nutzen. Bezüglich meiner schweren Beine ließ ich mir das nicht zweimal sagen und nahm das Angebot dankend an. Entspannt ging so auch wieder ein anstrengender, langer Tag für mich zu Ende.

Gute Nacht

Levin

 

Day 6 – Napa

Paulo musste zwar schon um 6:00 Uhr aufstehen, doch das störte mich nicht. Ich war auch schon wach, auf der Couch am Handy liegend.
Nach dem Frühstück ging es dann um 9:00 Uhr auch für mich los. Ich wollte ein bisschen Napa ‘unsicher‘ machen. Zuerst noch kurz beim Target etwas eingekauft ging es dann in die City.

Hier drehte sich alles nur um das Thema Wein. Von Tasting-rooms über Skulpturen bis hin zur Kunst war alles vorhanden. 

Für die nette Gastfreundlichkeit entschloss ich mich dazu, für Paulo und mich heute Abend zu kochen. Also auf dem Rückweg noch schnell zum Walmart, ein paar Lebensmittel eingekauft und dann konnte  das Kochen losgehen. Es gab Penne a la Levin – nichts besonderes: Penne, Tomatensoße, Lauchzwiebeln, Karotten und Gewürze.

Pünktlich als Paulo vom Laufen wiederkam war das Essen fertig. Dazu servierte er Portwein aus seiner Heimatstadt Porto. Nach vielen netten und unterhaltsamen Gesprächen hieß es dann noch Sachen packen und schlafen gehen. Morgen klingelt der Wecker schon um 6:00 Uhr, da Paulo zur Arbeit muss.


Gute Nacht

Levin

Day 5 – Olema to Napa

Trotz einer echt kühlen Nacht konnte ich bis 7:00 Uhr schlafen. Beim Zeltöffnen stellte ich dann fest, dass es in der Nacht gefroren hatte! Kurzentschlossen zog ich mir dicke Klamotten an und holte mir im Due West Market eine Hot Chocolate zum aufheizen. Dann noch kurz gewartet bis das Zelt abgetaut war und los ging die Fahrt Richtung Sacramento.

Nach immer wieder kurzen Foto- und Essenstops erreichte ich die Ortschaft Petaluma. Dort nutze ich die Chance im Target kurz einkaufen zu gehen und gleichzeitig eine Unterkunft via Couchsurfing zu finden. Mit einem Mittagssnack fuhr ich von nun an durch die schönen Weinberge nahe Napa. Immer wieder waren auch Destillen und Tasting-rooms vorzufinden.

Unterwegs bekam ich ein Angebot via CS. Doch wie sich später herausstellte, war es nicht gut organisiert und nur ein absolutes Telefonchaos. Als ich nun nach 50 Meilen und 2000 Feet in Napa eintrudelte, versuchte ich mich mit dem Host in Kontakt zu setzen, vergeblich. Nach 3 Stunden abwarten bekam ich von Paulo Gil eine Nachricht, ob ich noch einen Unterkunft suche. Super schnell und kein langes hin und her gab er mir seine Adresse und wir trafen uns keine 25 Minuten später an dem Supermarkt Vorort.
Erst war ich etwas misstrauisch, doch nachdem ich seine Referenzen gelesen hatte, voll begeistert. Da kam er auch schon mit seinem Jeep um die Ecke gefahren. Super freundlich, mega zuvorkommend und sehr nett war er! Sein Haus war keine 2 Minuten vom Grocery Market entfernt. Sofort bot er mir an, alle meine Sachen in die Garage zu stellen, zeigte mir noch kurz das ganze Haus und da stand ich auch schon unter der Dusche. In der Zwischenzeit richtete er aus dem Sofa ein Bett her und nachdem ich mich fresh gemacht hatte, fuhren wir auch gleich wieder ins Stadtzentrum. Er schlug das Restaurant „Napa noodles“ fürs Essen vor – es gab eine asiatische Poke (eine Bowle mit Reisnudeln, Fleisch und Gemüse). Und als er am Ende noch meinte, dass er mich einlädt, konnte ich es kaum glauben wie liebevoll fremde Menschen seien können. Seine Antwort war nur, das ist der „Spirit“ den er lebe und er wolle einen ersten guten Eindruck von Couchsurfing hinterlassen. Anschießend zeigte er mir noch kurz die Innenstadt und eine Skybar mit wunderschönem Ausblick.
Zurück im Haus, ging es auch gleich zu Bett. So endete ein Tag voller netter Gespräche und tollen Erlebnissen mit Paulo Gil! An dieser Stelle noch einmal recht herzlichen Dank an dich, Paulo.

Gute Nacht

Levin

Day 4 – San Francisco to Olema

Mal wieder war ich um 5:00 Uhr wach. Die Zeit nutze ich nun um alles für die Route vorzubereiten, zu Duschen und die Sachen nochmal besser zu verstauen. Um 8:00 Uhr war Abfahrt. Gemütlich düste ich einmal wieder Richtung Golden Gate Bridge.
Dabei machten sich die rund 40 Kilogramm des Rades inklusive Gepäck schon in den Bergen von San Francisco Downtown bemerkbar. Zielrichtung war grob der Point Reyes National Seashore. Ersteinmal ging es jetzt auf sehr gut ausgebauten Radwegen um die Golden Gate National Recreation Area herum und danach entlang der Route 1 an die Küste. Um 12:00 Uhr und rund 30 Meilen mehr auf der Uhr legte ich eine etwas längere Halbzeitpause an einem Spot mit wunderschönem Ausblick ein.

Gut gestärkt ging es dann weiter. Mit einem kurzen Stop an dem Muri Beach streckten sich die Höhenmeter immer mehr hinauf. Unterwegs begegnete ich Tieren wie Fuchs, Reh oder Dachs, sowie einer einzigartigen Natur. Aber auch sehr viele andere Biker und Backpackers habe ich unterwegs gesehen.

Nach langem bergab und auch hartem bergauf endete meine Tour in dem Örtchen Olema. Dort nutzte ich dem Campground als Unterkunft. Geschafft von der anstrengenden ersten Bike-Tour ging es dann nach dem Abendessen auch ins Bett.
Insgesamt waren das nun knapp 60 Meilen mit 3000 Feet. Ich bin gespannt auf morgen…grobe Richtung ist Sacramento.

Gute Nacht

Levin

Day 3 – San Francisco Downtown

Mal wieder wachte ich um 5:30 Uhr auf und konnte nicht mehr schlafen. Zelt abgebaut, Sachen gepackt ging es um 7 Uhr wieder Richtung Golden Gate Bridge.Mit Frühstück unterwegs war ich pünktlich zum Sonnenaufgang an der GG angekommen. San Francisco noch in der Ferne im Nebel liegend und die orange-rostige Farbe der Brücke glitzerte in der Sonne. Nun noch 9000 Feet über die Brücke gehen. Von dort war mein Plan mit der Muni wieder Richtung Downtown zu fahren. Aber ich hatte ärgerlicherweise den Bus in die andere Richtung genommen. Mist, dann halt mit Umwege wieder über Daly City. Die Fahrt querte dennoch zur Freude den Golden Gate Park. In Downtown angekommen suchte ich den “Columbus Cyclery Go Bike It” auf. Jackpot! Ich fand ein Fahrrad mit passenden Accessoires, welches alles zusammen preislich in mein Budget passte. Also ging es von nun an mit dem Bike weiter. Keine 10 Meter weiter machte sich aber auch schon die Steigung von guten 30% bemerkbar.

Vollbepackt fuhr ich nun ins European Hostel. Eingecheckt, Sachen verstaut, Zimmer bezogen, danach hieß es wieder zu Fuß einkaufen und Abendessen. 11$ für ein kleinen Sandwich, wie bei Subway, und einer mini Portion Pommes finde ich, stehen mit einer Übernachtung im Hostel für gerade einmal 23$ absolut nicht im Verhältnis. Trotzdem wieder super nette Leute im Hostel.

Gute Nacht

Levin