Day 7 – Napa to Sacramento

Vom Wecker wurde ich heute mal um 6:00 Uhr wach geklingelt. Nun hieß es aufstehen, duschen, Sachen packen und Abfahrt! Um kurz vor 7:00 Uhr ging ich zusammen mit Paulo aus dem Haus. Dort machten wir noch schnell ein paar Abschiedsbilder und dann trennten sich auch schon wieder unsere Wege.

Ziel für heute war Sacramento – nur 500 Feet – aber 75 Meilen. Mit Sonnenaufgang stand für mich erstmal ein nettes Frühstückchen an. Anschließend ging es durch die noch bergige Gegend von Fairfield. Geprägt von unüberhörbar und unübersehbaren Starts und Flügen der US Air Force fuhr ich Richtung Vacaville weiter.

Fortan ging es durch die riesigen Felder von Dixon und Davis. Dort stand auch meine Mittagspause an. Gestärkt ging es dann wieder weiter in Richtung Sacramento; begleitet von verschiedensten Tieren inmitten wunderschöner Natur. Und in weiter Ferne war auch schon die Skyline zu sehen.


Um 15:30 Uhr kam ich dann bei meinen Host Craig in East Sacramento an. Geiles Apartment, aber iwie scheint er der Natur sehr nahe zu stehen…hunderte von Pflanzen stehen hier in seiner Wohnung. Naja egal, kurz geduscht ging es dann auch direkt mit dem Auto nach Sac Downtown auf Erkundungstour. Craig zeigte mir viele interessante Ecken, bis wir schlussendlich noch in der Bar „ Sacyard“, wo wir auch einige seiner Freunde trafen, ein „Peanut Butter“ Bier tranken (natürlich nur er).

Auf dem Rückweg gab es bei „Tacoa Tacos Y Teauilla“ für mich einen Burrito mit Steak und für Craig verschiedene Tacos. Sehr leckeres Essen dort!

Zurück in seinem Apartment bot er mir an, den Jacuzzi zu nutzen. Bezüglich meiner schweren Beine ließ ich mir das nicht zweimal sagen und nahm das Angebot dankend an. Entspannt ging so auch wieder ein anstrengender, langer Tag für mich zu Ende.

Gute Nacht

Levin

 

Day 6 – Napa

Paulo musste zwar schon um 6:00 Uhr aufstehen, doch das störte mich nicht. Ich war auch schon wach, auf der Couch am Handy liegend.
Nach dem Frühstück ging es dann um 9:00 Uhr auch für mich los. Ich wollte ein bisschen Napa ‘unsicher‘ machen. Zuerst noch kurz beim Target etwas eingekauft ging es dann in die City.

Hier drehte sich alles nur um das Thema Wein. Von Tasting-rooms über Skulpturen bis hin zur Kunst war alles vorhanden. 

Für die nette Gastfreundlichkeit entschloss ich mich dazu, für Paulo und mich heute Abend zu kochen. Also auf dem Rückweg noch schnell zum Walmart, ein paar Lebensmittel eingekauft und dann konnte  das Kochen losgehen. Es gab Penne a la Levin – nichts besonderes: Penne, Tomatensoße, Lauchzwiebeln, Karotten und Gewürze.

Pünktlich als Paulo vom Laufen wiederkam war das Essen fertig. Dazu servierte er Portwein aus seiner Heimatstadt Porto. Nach vielen netten und unterhaltsamen Gesprächen hieß es dann noch Sachen packen und schlafen gehen. Morgen klingelt der Wecker schon um 6:00 Uhr, da Paulo zur Arbeit muss.


Gute Nacht

Levin

Day 5 – Olema to Napa

Trotz einer echt kühlen Nacht konnte ich bis 7:00 Uhr schlafen. Beim Zeltöffnen stellte ich dann fest, dass es in der Nacht gefroren hatte! Kurzentschlossen zog ich mir dicke Klamotten an und holte mir im Due West Market eine Hot Chocolate zum aufheizen. Dann noch kurz gewartet bis das Zelt abgetaut war und los ging die Fahrt Richtung Sacramento.

Nach immer wieder kurzen Foto- und Essenstops erreichte ich die Ortschaft Petaluma. Dort nutze ich die Chance im Target kurz einkaufen zu gehen und gleichzeitig eine Unterkunft via Couchsurfing zu finden. Mit einem Mittagssnack fuhr ich von nun an durch die schönen Weinberge nahe Napa. Immer wieder waren auch Destillen und Tasting-rooms vorzufinden.

Unterwegs bekam ich ein Angebot via CS. Doch wie sich später herausstellte, war es nicht gut organisiert und nur ein absolutes Telefonchaos. Als ich nun nach 50 Meilen und 2000 Feet in Napa eintrudelte, versuchte ich mich mit dem Host in Kontakt zu setzen, vergeblich. Nach 3 Stunden abwarten bekam ich von Paulo Gil eine Nachricht, ob ich noch einen Unterkunft suche. Super schnell und kein langes hin und her gab er mir seine Adresse und wir trafen uns keine 25 Minuten später an dem Supermarkt Vorort.
Erst war ich etwas misstrauisch, doch nachdem ich seine Referenzen gelesen hatte, voll begeistert. Da kam er auch schon mit seinem Jeep um die Ecke gefahren. Super freundlich, mega zuvorkommend und sehr nett war er! Sein Haus war keine 2 Minuten vom Grocery Market entfernt. Sofort bot er mir an, alle meine Sachen in die Garage zu stellen, zeigte mir noch kurz das ganze Haus und da stand ich auch schon unter der Dusche. In der Zwischenzeit richtete er aus dem Sofa ein Bett her und nachdem ich mich fresh gemacht hatte, fuhren wir auch gleich wieder ins Stadtzentrum. Er schlug das Restaurant „Napa noodles“ fürs Essen vor – es gab eine asiatische Poke (eine Bowle mit Reisnudeln, Fleisch und Gemüse). Und als er am Ende noch meinte, dass er mich einlädt, konnte ich es kaum glauben wie liebevoll fremde Menschen seien können. Seine Antwort war nur, das ist der „Spirit“ den er lebe und er wolle einen ersten guten Eindruck von Couchsurfing hinterlassen. Anschießend zeigte er mir noch kurz die Innenstadt und eine Skybar mit wunderschönem Ausblick.
Zurück im Haus, ging es auch gleich zu Bett. So endete ein Tag voller netter Gespräche und tollen Erlebnissen mit Paulo Gil! An dieser Stelle noch einmal recht herzlichen Dank an dich, Paulo.

Gute Nacht

Levin

Day 4 – San Francisco to Olema

Mal wieder war ich um 5:00 Uhr wach. Die Zeit nutze ich nun um alles für die Route vorzubereiten, zu Duschen und die Sachen nochmal besser zu verstauen. Um 8:00 Uhr war Abfahrt. Gemütlich düste ich einmal wieder Richtung Golden Gate Bridge.
Dabei machten sich die rund 40 Kilogramm des Rades inklusive Gepäck schon in den Bergen von San Francisco Downtown bemerkbar. Zielrichtung war grob der Point Reyes National Seashore. Ersteinmal ging es jetzt auf sehr gut ausgebauten Radwegen um die Golden Gate National Recreation Area herum und danach entlang der Route 1 an die Küste. Um 12:00 Uhr und rund 30 Meilen mehr auf der Uhr legte ich eine etwas längere Halbzeitpause an einem Spot mit wunderschönem Ausblick ein.

Gut gestärkt ging es dann weiter. Mit einem kurzen Stop an dem Muri Beach streckten sich die Höhenmeter immer mehr hinauf. Unterwegs begegnete ich Tieren wie Fuchs, Reh oder Dachs, sowie einer einzigartigen Natur. Aber auch sehr viele andere Biker und Backpackers habe ich unterwegs gesehen.

Nach langem bergab und auch hartem bergauf endete meine Tour in dem Örtchen Olema. Dort nutzte ich dem Campground als Unterkunft. Geschafft von der anstrengenden ersten Bike-Tour ging es dann nach dem Abendessen auch ins Bett.
Insgesamt waren das nun knapp 60 Meilen mit 3000 Feet. Ich bin gespannt auf morgen…grobe Richtung ist Sacramento.

Gute Nacht

Levin

Day 3 – San Francisco Downtown

Mal wieder wachte ich um 5:30 Uhr auf und konnte nicht mehr schlafen. Zelt abgebaut, Sachen gepackt ging es um 7 Uhr wieder Richtung Golden Gate Bridge.Mit Frühstück unterwegs war ich pünktlich zum Sonnenaufgang an der GG angekommen. San Francisco noch in der Ferne im Nebel liegend und die orange-rostige Farbe der Brücke glitzerte in der Sonne. Nun noch 9000 Feet über die Brücke gehen. Von dort war mein Plan mit der Muni wieder Richtung Downtown zu fahren. Aber ich hatte ärgerlicherweise den Bus in die andere Richtung genommen. Mist, dann halt mit Umwege wieder über Daly City. Die Fahrt querte dennoch zur Freude den Golden Gate Park. In Downtown angekommen suchte ich den “Columbus Cyclery Go Bike It” auf. Jackpot! Ich fand ein Fahrrad mit passenden Accessoires, welches alles zusammen preislich in mein Budget passte. Also ging es von nun an mit dem Bike weiter. Keine 10 Meter weiter machte sich aber auch schon die Steigung von guten 30% bemerkbar.

Vollbepackt fuhr ich nun ins European Hostel. Eingecheckt, Sachen verstaut, Zimmer bezogen, danach hieß es wieder zu Fuß einkaufen und Abendessen. 11$ für ein kleinen Sandwich, wie bei Subway, und einer mini Portion Pommes finde ich, stehen mit einer Übernachtung im Hostel für gerade einmal 23$ absolut nicht im Verhältnis. Trotzdem wieder super nette Leute im Hostel.

Gute Nacht

Levin

Day 1 – Anreise (Hamburg to San Francisco)

Um 3.30 klingelt der Wecker…nun geht’s endlich los. Die Freude war riesig! Den Abschied von Mama, Papa und Emily am Flughafen hielt ich kurz, doch dieses fiel auch mir echt schwer.

Nun ging die Reise los…der knapp 1,5h lange Flug nach London Heathrow verging wie im Fluge. Nach nur 2-stündigen Aufenthalt in London war es schon wieder Zeit für das Boarding des 747-Jumbos. Mit reichlich Essen, Trinken, Film und Schlaf überstand ich dennoch, die von vielen Turbulenzen geprägten, 11 Stunden.

Danach ging die nächste Stunde für die Suche der richtigen Parkposition drauf und dann nochmal 3 Stunden für das Warten an der Passkontrolle. Im Glauben alles geschafft zu haben, ging es mir dem U.S. Beamten in einen Raum, wo es erneut warten hieß. Die U.S. Customs and Border Protection prüfte mich nochmal zusätzlich bezüglich meiner Reise.

Endlich fertig. Beim rausgehen sah ich meinen Rucksack einsam noch auf dem Gepäckband rumfahren, aber er war zum Glück Vorort und nicht verloren gegangen! Aufgesetzt und festgeschnallt ging es nun zu Fuß Richtung Hostel. Da sich die 7 Meilen doch länger als gedacht erwiesen, rief ich ein Taxi für die letzen 5 Meilen.

Im SFO Crashpad Hostel eingecheckt, entschied ich mich dann nun um 9 pm schlafen zu gehen. Für langes reden mit den Mitbewohner war ich einfach viel zu kaputt. Das Hostel war für die bezahlten 25$ sehr nett und sauber! Es bot alles was man brauchte .

Good Night

Levin